Eigene Webseite stärken statt "Anzeigen-Monster" (Google Adwords, Facebook) füttern
Die Abhängigkeit von Internet-Konzernen reduzieren

Online ohne bezahlte Anzeigen sichtbar sein

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Ausgaben steigen stark, aber die Ergebnisse nicht

Laut einer Studie von Adobe "State of Digital Advertising: Europe" sind die Search Engine Advertising-Ausgaben stark gestiegen Der Cost-Per-Click-Preis ist im Jahr 2016 im mobilen Bereich um 19 Prozent gestiegen.

Insgesamt hat die Gesamt-Reichweite für Online-Werbung ihren Höchststand längst erreicht. Seit 2014 stiegen die Website-Visits in Europa nämlich nur noch um 5 Prozent.

Konkret: Die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung sind in den vergangenen zwei Jahren um 47 Prozent angewachsen. Das resultierende Ergebnis kann mit dieser Steigerung aber leider nicht mithalten So steigerten die Firmen trotz erhöhter Investitionen ihre Website-Visits lediglich um etwa 33 Prozent. Der Preisanstieg in der Suchmaschinenwerbung im Jahr 2016 hat die europäische Inflationsrate um das 4,5-fache überschritten - mit einem immer niedrigen Return on Investment. Ein Großteil des Gelders fließt in Adwords (Google-Konzern) und Facebook-Anzeigen: Siehe nächstes Kapitel.

Siehe auch:
https://www.marketing-boerse.de/News/details/1719-Online-Werbekosten-steigen-rasant/138556


Das "süße Gift" von Adwords- und Facebook-Anzeigen


Das von den US-Internet-Konzernen geplegte "Saubermann-Image" ist in Wahrheit gar nicht so sauber.

Die Konzerne haben großes Interesse an den Werbeeinblendungen im Netz. Schließlich verdienen die US-Konzerne mit Anzeigen sehr viel Geld. Stichwörter sind beispielsweise Personalisierung und Retargeting. Die Internetgiganten sind in Wahrheit Datenkraken, die alle erhaltenen Informationen aufsaugen und speichern und diese in entsprechender Form selber nutzen oder an Dritte in irgendeiner Form vermieten oder verkaufen.

Das wissen allerdings die User und trotzdem füttern sie die "Monster" unbekümmert weiter mit ihren ganz persönlichen, ja intimen Daten.

Google verdient (Kritiker würden sagen bereichert sich) mehr als 20 Milliarden Dollar Umsatz pro Quartal, basierend auf einer cleveren, ausgefeilten Stratagie und der Trägheit und Ignoranz der User und der Webagenturen.

Statt andere, alternative Quellen der Traffic-Generierung vorzuschlagen und auszuprobieren, buchen die Agenturen der Einfachheit halber Bezahl-Anzeigen. Relevant sind aber nicht die Clicks, sondern wie viele der Clicks zu Aktionen führen, also Bestellungen oder Verkäufe.

Diese haben einen großen Nachteil:

Sobald die Firmen aufhören, hier zu investieren, werden keine Anzeigen mehr geschaltet. Also kein Geldfluss - kein Traffic.

Und statt die Bezahl-Anzeigen (wie Google AdWords) kontinuierlich zu optimieren, beispielsweise indem bestimmte wenig hilfreiche Worte von der Suche ausgeschlossen werden, lassen die meisen Web-Agenturen die einmal erstellte Suche einfach so lange weiter laufen, wie der Auftraggeber bezahlt.

Drastisch ausgesprochen, erkennen die Klienten nicht die langfristigen Auswirkungen, wenn sie den verführerischen Verlockungen fremder Internetkonzerne nachgeben. Die Klienten begeben sich freiwillig in die Knechtschaft und die Ketten fremder Internetkonzerne, die dann die Herrschaft übernehmen.

So kann die Provision für die Services, die Amazon durchführt, durchaus 25% des Umsatzes des Anbieters betragen. Wenn ein Anbieter ein besonders gut laufendes Produkt hat, wird Amazon den Hersteller direkt kontaktieren und das Produkt als Eigenmarke direkt selber anbieten - zu einem Preis, den der Originalanbieter niemals anbieten kann und der darauf stark an Marktanteilen verlieren wird.

Der Traum vom gelobten Land wird zum Albtraum. Der Anbieter hängt symobilisch gesehen an der Nadel des Internetkonzerns - weil der Anbieter es anfangs so bequem fand, die Services von Amazon zu nutzen statt bereit zu sein, in eine eigene starke Webpräsenz zu investieren, als noch Zeit dafür war.

Alternative Optionen

Welche weiteren Wege gibt es, um die eigene Webseite sichtbar zu machen und Traffic dorthin zu generieren?

Erfolgreiche Firmen beschreiten mehrere Pfade. Hier vier Beispiele:

1) Offline-Maßnahmen

- Print
- Außendienst
- Veranstaltungen
- Telefon
- Pressearbeit
- weitere Wege.

Überall sollte die Webadresse bekannt gemacht werden und es sollten die Emailadressen der Zielgruppen gesammelt werden.


2) SEO (Search Engine Optimization)

Da man auf den natürlichen Suchergebnissen sichtbar ist, generiert man "organischen Traffic", für den man nicht separat bezahlen muss. Mehr: www.seo-pharma.de Tipps


3) Platzieren von Backlinks auf anderen Präsenzen

Hier Beispiele:
- Newsletter und Blogs
- Produktwebseiten
- Aufklärende Webseiten mit hilfreichem Content
- Webseite von Geschäftspartnern (Niederlassungen, Distributoren, etc.)


4) Vergleichsportale aufbauen

Wenn man es schafft, unabhängige Vergleichsportale zu schaffen, kann man dort Links zu verschiedenen Anbietern und natürlich zu sich selber platzieren.


Beispiel: Die "hrs.de" Hotelportale haben es geschafft, dass ein Großteil der deutschen Hotelbuchungen über sie gehen, wobei laut "correctiv.org" der Konzern die Reihenfolge der Hotels in Abhängigkeit von der Höhe der gezahlten Provisionen im Hintergrund manipuliert - was Insider allerdings kaum überraschen dürfte.

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Warum das Publizieren ohne eigene Webseite gefährlich ist

Nutzen Sie fremde Portale (Linkedin, Facebook, Instagram, etc) vorwiegend, um Traffic auf Ihre speziellen eigenen Webseiten zu lenken, wo der User den ihn betreffenden Inhalt findet. Wenn Sie jedoch alle Inhalte auf separate Webseiten (die Ihnen nicht gehören) platzieren, spielen Sie ein riskantes Spiel - denn die Betreiber können die Bedingungen jederzeit ändern. Daher statt "fremdbloggen" lieber den wertvollen Content auf eigenen Webseiten platzieren.

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Hinweis auf weiterführende Literatur


Povokant und lesenswert ist der Kommentar auf Blogrebellen.de:
"Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere"

Tenor: Milliarden-Dollar-Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley steuern,
was im Web erscheint - und Journalisten stürzen sich in diese perverse Abhängigkeit.

https://www.blogrebellen.de/2014/03/01/warum-ich-als-journalist-nur-noch-die-monster-fuettere/

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